2.2 Akne inversa

Akne inversa wird medizinisch als Hidradenitis Suppurativa (Hs) bezeichnet. Im Gegensatz zu häufigem Glauben ist Akne inversa nicht ansteckend. Jedoch ist es eine wiederkehrende Hautkrankheit, die Teile des Körpers wie die Brust, Achselhöhlen, die Leistengegend und Bereiche beeinflusst, wo Haarfollikel und apokrine Drüsen gefunden werden.

Akne inversa beginnt als ein kleiner Abszess oder fester Klumpen und entwickelt sich zu einer tiefen, schmerzhaften, ent zündeten Gruppe von Verletzungen, die zu ernsten Narben führen. In bestimmten Fällen können sie so groß wie Tennisbälle werden. In diesem Stadium werden sie äußerst schmerzhaft und auf Berührung empfindlich.

Akne inversa kann über sehr lange Zeiträume mit Ausbrüchen bestehen bleiben, die sich von Entzündung und Ausfluß bis zu offenen Wunden erstrecken, die nicht heilen. Diese Ausbrüche werden durch Hormone, heiße Luftfeuchtigkeit und Stress verschlimmert. Wenn die Entzündungen schließlich zurückgehen erlebt, der Betroffene eine kurzfristige Entlastung von schwerwiegendem Druckschmerzen. Dennoch erfahren sie widerholten Schmerz während der Ausbrüche. Die Ausbrüche sind schwierig zu kontrollieren.

Beständige Verletzungen wachsen zu tiefen Höhlen aus. In diesem Stadium ist eine natürliche Heilun glkaum mehr möglich, weil die Probleme sich in den betroffenen Bereichen verschlimmern und ausbreiten. Außerdem können sich Zellulitis und Infektionen häufiger entwickeln.

Akne inversa ist so ernst, dass Betroffene wegen des üblen Geruchs vom Ausfluß, der Erschöpfung und dem Fieber, die von der schwerwiegenden Entzündung verursacht werden, nicht fähig zu arbeiten sind. Die physischen Einschränkungen werden durch den Schmerz und die Verstümmelung der Haut verursacht.  Es ist typisch für Akne inversa Leidende, dass sie wegen ihrer inaktiven Art des Lebens an Depressionen, Platzangst und Gewichtszunahme leiden.

Da Betroffene oft verlegen sind ihr Leiden mit Freunden und Ärzten zu erörtern, kann Akne inversa für lange Zeiträume unerkannt bleiben. Traurig ist es dann, wenn Betroffene zuletzt beschließen, einen Arzt zu besuchen, dieses Problem dann nicht richtig erkannt wird. Wenige Hautärzte erkennen die Krankheit, und die, die es tun, schlagen Behandlungen vor, die oft fehlschlagen, oder haben schlechte Ergebnisse. Derzeit gibt es kein Heilmittel oder wirksame Behandlung, die für alle Patienten erfolgreich ist.

 

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